Am 04. Januar 2026 reiste die Mannschaft des Polizei-Schießsport-Club Dinslaken zum Saisonabschluss der 2. Bundesliga Luftpistole nach Gummersbach. Beim Gastgeber KKV Hunstig ging es um alles oder nichts. Eine besondere Note erhielt der Wettkampftag durch die Trainer-Konstellation: Da sich Cheftrainer Walter Füllhardt im Weihnachtsurlaub befand, übernahm Stefan Decker vor Ort die Betreuung der Schützen. Die Verbindung zwischen Gummersbach und dem Urlaubsort riss jedoch nie ab, da Füllhardt das Geschehen intensiv per Livestream verfolgte und in ständigem telefonischen Austausch mit seinem Stellvertreter blieb.
Der erste Wettkampf des Tages gegen den KKV Hunstig entwickelte sich ab 10:00 Uhr zu einem wahren Nervenkrimi. Marion Rühl, die an Position fünf der Setzliste antrat, lieferte sich mit ihrem Kontrahenten über die gesamte Distanz ein packendes Duell. Mit einem knappen, aber hochverdienten Sieg sicherte sie den ersten Einzelpunkt für den PSSC. Weniger Glück hatte Stefan Freise auf Position vier. Er startete vielversprechend und hielt anfangs gut mit, verlor jedoch in der zweiten Hälfte den Anschluss und musste seinen Punkt dem Gegner überlassen. Auch Philipp Sersch, der an Position drei startete, erlebte einen schwierigen Vormittag. Er fand nicht zu seiner gewohnt starken Form und musste sich seinem Konkurrenten letztlich klar geschlagen geben.
Besonders dramatisch gestaltete sich das Geschehen an den Spitzenpositionen. Florian Thünemann zeigte auf Platz zwei eine über den gesamten Verlauf konstante Leistung und beendete seinen Durchgang mit guten 367 Ringen. Da sein Gegner nach einer brillanten 98er-Serie in der letzten Runde stark einbrach, endete diese Paarung unentschieden. Fast identisch verlief das Duell auf Position eins, in dem Sascha Klump für Dinslaken antrat. In einem extrem engen Wettkampf stand es am Ende ebenfalls 367:367. So mussten beide Spitzenpaarungen ins Stechen, was an Spannung kaum zu überbieten war. Leider fehlte dem PSSC hier das nötige Quäntchen Glück: Beide Stechen gingen verloren, sodass die Dinslakener trotz starker Gegenwehr mit 1:4 Einzelpunkten und 0:2 Mannschaftspunkten dastanden.
Vor dem zweiten Wettkampf gegen den HSV Neuenbeken um 14:15 Uhr war die Lage ernst, denn der Abstieg in die Rheinlandliga rückte gefährlich nah. Die Mannschaft stellte um: Kirstin Koch rückte als Ersatzschützin auf Position vier ins Team, während Stefan Freise nun auf Position fünf antrat. Die Plätze eins bis drei blieben mit Sascha Klump, Florian Thünemann und Philipp Sersch unverändert. Diesmal zeigten die Dinslakener von Beginn an ihre Klasse. Ein Schlüsselmoment war die Leistung des wiedererstarkten Philipp Sersch, dessen Gegner nach einer katastrophalen dritten Serie keine Chance mehr hatte. An der Spitze ließen Sascha Klump und Florian Thünemann mit souveränen 370 und 371 Ringen keinen Zweifel an ihrem Siegeswillen aufkommen. Auch Kirstin Koch und Stefan Freise behielten die Nerven und brachten ihre Punkte sicher nach Hause.
Der deutliche 5:0-Sieg sorgte für Erleichterung, doch die endgültige Entscheidung fiel erst in Florstadt. Als klar wurde, dass die Konkurrenz aus Brilon ihren parallelen Wettkampf verloren geben musste, brach im Lager des PSSC riesiger Jubel aus. Während Brilon den direkten Abstieg antreten muss, hat sich Dinslaken durch den starken Endspurt den Verbleib in der Relegation gesichert. Trainer Walter Füllhardt schickte bereits euphorische Glückwünsche aus dem Urlaubsdomizil. Nun richtet sich der Blick voll Energie auf den 15. Februar in Dortmund, wo die Mannschaft alles daran setzen wird, den Klassenerhalt endgültig perfekt zu machen.
